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mein mexico malbuch
Rolf Schulte: Hildesheimer Miszellen
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Begegnungen mit raren Bilderhandschriften Alt-Mexikos üben in mehrfacher Hinsicht starke Reize aus. Die Esthetik der grafischen Gestaltung wirkt unmittelbar. Das geheimnisvolle der Darstellungen regt zu Phatasien an. Während der Vorbereitungen zur Realisierung der Ausstellung "Glanz und Untergang des Alten Mexiko" (1) enstanden meine Druckvorlagen für ein Kindermalbuch. Die Zeichnungen entstanden in Anlehnung an die Codices Botturini und Borbonicus. Der erzählende Text ist frei erfunden.

Verlag





Titelseite (1)  Das zur Ausstellung im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim erschienene Katalog-Handbuch "Die Azteken und ihre Vorläufer, Glanz und Untergang des Alten Mexiko" enthält einer Fülle von Bild- und Textinformationen über die Kulturen des mexikanischen Hochlandes, Mainz (Verlag Phillipp von Zabern) 1986.



Nun mögen wohl schon 473 oder mehr Jahre vergangen sein, seit der Geschichtenerzähler Drei-Daunenfeder mit seinen Zuhörern allabendlich vor dem alten Steinhaus saß. Tag für Tag wußte er eine andere Ge schichte zu erzählen. Die schönsten hatte er auf Rindenpapier geschrieben - nicht mit Buchstaben, sondern in Bildern.
Seine Bildergeschichten sahen so ähnlich aus wie die Zeichnungen in diesem Malbuch, aber alle waren farbig. Wenn Du magst, kannst Du hier die Bilder mit Buntstiften auch anmalen.
Seinen Namen schrieb Drei-Daunenfeder so  Drei-Daunenfeder.   Das war einfach und sah gut aus.

Von allen Dingen, über die er erzählte, gab es in seinen Büchern Bilder oder Zeichen. Jedes hatte seine Bedeutung, so wie das Zeichen, mit dem er seinen Namen schrieb einen bestimmten Sinn besaß. So kam es, daß Drei-Daunenfeder  aus seinen Büchern laut vorlesen konnte. Später einmal sollten seine Kinder diese Kunst des Lesens lernen, um die Geschichten weitererzählen zu können.
Eines schlimmen Tages jedoch mußten Drei-Daunenfeder und die vielen anderen gelehrten Männer und Frauen im Lande Mexiko miterleben, wie ihnen die vielen schönen Bilderbücher mit List und Gewalt von fremden Europäern fortgenommen wurden. Alsbald gerieten dadurch die interessanten Geschichten in Vergessenheit. Schließlich war nicht einmal mehr jemand da, der die alten Bilder lesen oder deuten konnte. Wir müssen uns deshalb heute neue Geschichten zu den Bildern von Drei-Daunenfeder ausdenken. ...

mmmb 12  brennen, um danach wiederum gellöscht und nach fünf Tagen erneut erbohrt zu werden. Nach 18980 Tagen aber, das sind genau 52 Jahre, wollten die Priester zum Feuerbohren einen neuen, größeren und prächtigeren Tempel errichtet haben.

... Dies alles erlebte Drei-Daunenfeder in der Hauptstadt von Mexiko. Ehe er sie verließ, um den Heimweg anzutreten, stieg er noch einmal die steilen Stufen zum Tempel hinauf. Die Priester schenkten ihm eine brenende Fackel mit dem Heiligen Feuer. Das hütete er gut auf seinem Weg durch Wälder und Berge und trug es mit Freuden heim.

Was er unterwegs erlebte, kann man durch meine mexico malbuch erfahren. Es ist 1986 im Zabern-Verlag, Mainz, erschienen und ist im Luxor-Shop des Roemer-und Pelizaeus-Museums, Hildesheim, erhältlich. http://www.rpmuseum.de/de/luxor/rpm_luxor.html





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